Leistungsbereit, loyal und hochgradig qualifiziert – das sind gern gesehene Attribute des idealen Mitarbeiters. Was kann die interne Kommunikation dazu beitragen? Wir wollten wissen, wie Unternehmen aktuell bei diesem Thema agieren. 150 von ihnen antworteten auf unsere Fragen nach Strategie, Zielen und Maßnahmen. 63 Prozent der beteiligten Unternehmen haben 250 und mehr Mitarbeiter.

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Ohne Strategie kein Erfolg

Informieren, Führen und Motivieren sind wesentliche Aufgaben der internen Kommunikation. Dabei geht es um den Dialog auf Augenhöhe und nicht um eine simple Top-Down-Kommunikation. Dazu gehört eine gut durchdachte Herangehensweise, die zum Thema und zur Zielgruppe passt. Doch fast 37 Prozent der befragten Unternehmen haben noch keine Strategie.

Das Bewusstsein für die Relevanz funktionierender interner Kommunikation ist gewachsen, die richtigen Bedingungen und Strukturen müssen aber oft noch geschaffen werden. Das bedeutet, vorab die spezifischen firmeninternen Herausforderungen zu analysieren und sowohl Zeit als auch Ressourcen dafür bereitzustellen. Denn der Schaden für das Unternehmen, der durch die „stille Post“ mit ihren Spekulationen und Fehlinterpretationen entsteht, ist nicht zu unterschätzen. Es sinken Motivation und Leistungsbereitschaft und im schlimmsten Fall suchen sich Leistungsträger einen neuen Arbeitgeber.

Die wichtigsten Ziele

Durch interne Kommunikation Transparenz und Offenheit zu schaffen, steht bei allen Unternehmen, ob mit oder ohne Strategie, an erster Stelle. Denn nur so entsteht Vertrauen, das die Basis für eine starke Identifikation mit dem Unternehmen bildet. Akteure, die noch keine Strategie besitzen, messen der Identifikation mit dem Unternehmen allerdings eine geringere Bedeutung zu (nur 23,2 Prozent statt 45,6 Prozent bei Unternehmen mit Strategie) Beim Wissenstransfer, dem dritten Punkt auf der Liste der Ziele der internen Kommunikation, sehen es beide Gruppen wieder ähnlich.

Die Ziele „unternehmensinternes Leitbild und Werte vermitteln“ und die „Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen erhöhen“ folgen auf den Plätzen vier und fünf. Aber erst das Zusammenspiel aller Ziele sorgt für das positive „Wir-Gefühl“, das die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter fördert und die Bindung an das Unternehmen erhöht.

Der richtige Maßnahmen-Mix

Genau wie die externe Kommunikation bietet auch die interne Variante eine Vielfalt von Kanälen und Tools sowie Maßnahmen. Um die richtige Auswahl zu treffen, sollten Unternehmensstruktur und Tätigkeitsfelder der Mitarbeiter und deren Nutzerverhalten untersucht werden. Bildungsniveau und Sprachbarrieren spielen bei der Auswahl ebenso eine Rolle, wie der Einsatzort. Die unterschiedlichen Voraussetzungen im Büro, in der Produktion oder im Außendienst müssen berücksichtigt werden.
Das Ergebnis unserer Umfrage zeigt, dass überdurchschnittlich viele Unternehmen auf das Intranet setzen. Es steht mit 63,3 Prozent an erster Stelle der Maßnahmen, gefolgt von Informationsveranstaltungen (48,4 Prozent), Teamtreffen (34,4 Prozent) und internen Newslettern (31,3 Prozent).

Aber nicht nur die Auswahl der Medien und Maßnahmen sondern auch die Einbindung der Mitarbeiter ist von Bedeutung. Der Informationsfluss darf nicht nur in eine Richtung gehen. Das Feedback der Mitarbeiter und ihre Fragen bilden den Gegenpol. Nur wenn die interne Kommunikation das berücksichtigt, fühlen sich Mitarbeiter ernst genommen und eingebunden. Nur so kann interne Kommunikation zum Erfolgsfaktor werden.

Lesen Sie die komplette Studie „Interne Kommunikation 2018“ hier.