Wer gründet, hat die Idee für ein Angebot, dem er zutraut, am Markt zu bestehen. Und, im besten Fall, zwei oder drei gute Bekannte mit Business-DNA, mit denen er Lust hat, ein Geschäft aufzubauen. Im schlechtesten Fall denkt der Gründer oder die Gründerin dabei: „Erst mal entwickeln wir das Angebot und den Businessplan, dann gewinnen wir unsere ersten Kunden und testen und verfeinern die Idee, und dann, irgendwann, muss ich wohl auch PR machen.“ So kann man es machen, obwohl es dem jungen Unternehmen schaden wird, und so machen es auch viele. Aber nicht alle!

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Storytelling ist Business

Die innovativsten und erfolgreichsten Start-ups denken die Kommunikation (sprich PR und Marketing) schon bei der Entwicklung des Business mit. Das Storytelling beginnt hier beim Gründerteam. Wo kommen sie her, wie kamen sie zusammen, wie haben sie die Idee zum Angebot gefunden. Gut, ich gebe zu, wenn man sich amerikanische Start-ups und ihre Founding Stories anschaut, dann kann nach der siebten perfekten Geschichte erste Ermüdung aufkommen. Da gibt es einfach nie ein Business, dass nur so zum Geld verdienen geschaffen wurde. Da wird tendenziell stets die Welt verbessert, und wenn es nur die Gründerin nicht mehr aushielt, wie ihre Beine in weißen Jeans aussahen wie bei Spanx (spanx.com/about-us). Ja, es kann ermüden, aber nur, wenn die Geschichte langweilig oder schlecht erzählt ist. Oder wenn sie nicht zum Business passt oder, schlimmer noch, unglaubwürdig ist.

PR für Start-ups ist Kommunikation mitdenken

Eine gut erzählte Geschichte rund um die Gründerinnen und Gründer und das Angebot, die von Anfang an mitgedacht wird und die sich mit der Entwicklung des Start-ups verändert und weiter erzählt wird, das ist es, was wir mit „Kommunikation in der Businessidee mitdenken“ meinen. Vom ersten Auftritt in der Öffentlichkeit an wird die Geschichte erzählt: Auf der Website, bei öffentlichen Pitches, bei ersten Journalistenkontakten, in den Sozialen Medien, bei Investorengesprächen, im Crowdfunding.

Und wenn man mehr erreichen will, dann verzahnt man die Geschichte dort, wo es möglich ist, mit den Angeboten des Unternehmens. Wie das geht, das kann man nur im individuellen Fall überlegen. Jede wirklich gute PR und jedes wirklich gute Marketing gibt es nicht von der Stange, die Ausgestaltung muss individuell und kreativ sein. Entscheidend ist, dass man intern oder mit Hilfe von externen Kommunikationsexperten die Kommunikation frühzeitig entwirft und kontinuierlich weiterentwickelt. Dafür müssen die Gründerinnen und Gründer keine geborenen Kommunikationsgenies sein – sie müssen das Thema nur ernstnehmen und gut delegieren.

Hier die wichtigsten Tipps in Kürze:

  • Die Story der Gründer, des Unternehmens und des Angebots von Anfang an entwickeln, sie ist der Kern der PR für Start-ups
  • Story und Angebot wo immer möglich verzahnen
  • Die PR in Form der Story von Anfang an überall da erzählen, wo man mit der Öffentlichkeit in Kontakt tritt: bei Pitches, auf der Website, bei Journalistengesprächen, in den Sozialen Medien
  • Die Businessidee verändert sich? Kein Problem: die Story weiter entwickeln!

PR Thinking - The Startup Workshop Berlin

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Franziska Berge

Die PR- und Marketingexpertin Franziska Berge leitet die Berliner Agentur index. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Standortmarketing, PR für Unternehmen der Digitalen Wirtschaft und Innovationen in PR und Marketing. Sie ist auch via E-Mail schnell und einfach für Rückfragen, Anregungen und mehr Informationen erreichbar.