Den aktuellen Trends und Themen im Standortmarketing gehen wir seit 2013 auf den Grund: Auf bundesweiter Ebene erheben wir einmal jährlich die Einstellungen, Arbeitsweisen und Herausforderungen der deutschen Wirtschaftsförderer. Die aktuellen „Trends im Standortmarketing“ zeigen, dass das Fachkräftethema oberste Priorität bei den Wirtschaftsförderern hat – zum ersten Mal in unserer Umfragenhistorie. Deutlich werden zudem die Auswirkungen des demografischen Wandels. Immer stärker rücken auch Digitalisierungskompetenzen in den Mittelpunkt.

Bild: Shutterstock
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Die drei Top-Themen im Standortmarketing

Hochqualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen, ist 2018 erstmalig das oberste Ziel der Wirtschaftsförderer bei der Vermarktung des eigenen Standortes: 53,1 Prozent der Befragten nennen diesen Aspekt als wichtigstes Ziel. Als zweitwichtigstes Bestreben sehen sie die Förderung von Unternehmensansiedlungen an. Den dritten Platz belegt die Bekanntheitssteigerung des eigenen Standortes – 2017 wurde dieser Aspekt noch als Hauptaufgabe im Standortmarketing erachtet.

Noch zu wenig Einsatz einer (aktuellen) Strategie

Grundlage für erfolgreiches Standortmarketing ist eine durchdachte Strategie. Diese steht ganz am Anfang und ist essentiell für das weitere Vorgehen. Trotz der Relevanz zeigt unsere Umfrage, dass aber nicht einmal die Hälfte der Wirtschaftsförderer einen Masterplan besitzt, der aktueller als 12 Monate ist. Auch allgemein setzen sie noch zu wenig auf strategische Vorgehensweisen, obwohl sie sich der Wichtigkeit der eigenen Standort-Außendarstellung durchaus bewusst sind.

Die Zukunft ist digital

Bei den Marketing-Maßnahmen halten Wirtschaftsförderer die Kooperation mit Unternehmen für am erfolgversprechendsten. Ebenso sind Online-Kommunikation und Social Media nicht mehr wegzudenken. Vor allem in Letzterem sehen 55,9 % der Wirtschaftsförderer ein wichtiges Tool, um dem Fachkräftebedarf künftig zu begegnen. An immenser Bedeutung gewinnt 2018 auch die Digitalisierung. Wie gut oder schlecht ein Standort hier aufgestellt ist, ist vor allem bei Ansiedlungsverhandlungen entscheidend. Um einen Standort erfolgreich zu vermarkten und für die Zukunft zu wappnen, müssen sich Standortmarketingverantwortliche insbesondere auch den neuen digitalen Herausforderungen stellen – heute mehr als je zuvor.

Katharina Sawade

Katharina Sawade hat Kommunikationswissenschaft und Soziologie studiert und ist seit September 2017 bei index tätig. Als Junior PR-Beraterin übernimmt sie vielfältige Aufgaben der PR-Arbeit, insbesondere Redaktion und Onlinekommunikation. Zuvor war sie als Trainee für Projektmanagement in einer Agentur tätig und hat dort Initiativen des Bundesbildungsministeriums betreut. Via E-Mail ist sie gern für Sie erreichbar.